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q/Talk, Di 27. Sep. 2011, Der Krieg gegen den Terror

eine Suche nach den wahren Opfern
Ort: Raum D / Museumsquartier / MQ Wien
Anfahrt: Lageplan
Datum: 27. September 2011
Zeit: 20.00 (Einlass 19.00)
Referent: Elias Bierdel, Friedenszentrum Burg Schleining
Moderation: Georg Markus Kainz


Noch ehe die Friedensverträge geschrieben waren, war 1945 bereits der nächste Krieg im vollen Umfang im Gange. Aus ehemaligen Alliierten wurde das Reich des Bösen und wieder wurden von allen Bürgern unermessliche Opfer abgefordert, für den bevorstehenden endgültigen Kampf zwischen Gut und Böse. Der Kalte Krieg wurde zwischen 1945 bis in die 1980er Jahre mit allen Mitteln ausgetragen, ohne dass sich die Supermächte USA und Sowjetunion direkt militärisch bekämpften haben. Die Alliierten belauschten, zensurierten alles und jeden und verlangten für die Entlassung in die Freiheit, dass Deutschland 1968 ein Notstandsgesetz verabschiedet, mit denen das Grundrechte eingeschränkt wurde. Durch die Stellvertreterkriege wurde die Weltkarte neu gezeichnet, und das jeweilige Territorium einer der beiden Einflusszonen untergeordnet.

Über die Jahre wurde die Kriegs- und Überwachungsindustrie immer weiter ausgebaut und zu einem festen Bestandteil für Wachstum und Wohlstand in den Industriestaaten. Die Gewinne aus der Rüstungsproduktion sind in unermessliche Höhen geschnellt. Das Wettrüsten hat aber das "Evil Empire" wirtschaftlich überfordert, und durch den wirtschaftlichen Niedergang der Sowjetunion ihren Zerfall herbeigeführt.

Während sich die Bürger über diese Phase des Friedens freuten, und meinten die Menschheit habe jetzt eine neue Stufe der Koexistenz erreicht, wurde in den Think Tanks der Rüstungsindustrie und der Berufssoldaten verzweifelt an Strategien gearbeitet, die verlorene gesellschaftliche Bedeutung und die ausgefallenen Rüstungsbudgets zu ersetzen - ein neuer Feind musste her.

Ein unsichtbarer Feind, der mitten unter uns, von allen unbemerkt lebt, ausgestattet mit unermesslichen Reichtümern seine teuflischen Pläne schmiedet, um unsere Lebensweise und Wohlstand zu vernichten - wir sind im Krieg, der den Ausnahmezustand und Notverordnungen rechtfertigt, der die Aussetzung der Bürgerrechte rechtfertigt, der Zensur und Bespitzelung rechtfertigt.

Schon 1961 ermahnte Präsident Eisenhower die demokratischen Kräfte wachsame und informierte Bürger zu sein. Dieser Mahnung folgend hat Georg Markus Kainz den Forscher Elias Bierdel vom Friedenszentrum Burg Schleining eingeladen, einen Blick auf die Mechanismen des militärisch industriellen Komplexes zu riskieren, der wie kein anderer die Öffentlichkeit und unsere bürgerliche Lebensweise mit Bedrohungsszenarien und Gefahren terrorisiert.
"Wir in den Regierungsräten müssen uns vor unbefugtem Einfluss -beabsichtigt oder unbeabsichtigt - durch den militärisch-industriellen Komplex schützen. Das Potential für die katastrophale Zunahme fehlgeleiteter Kräfte ist vorhanden und wird weiterhin bestehen. Wir dürfen es nie zulassen, dass die Macht dieser Kombination unsere Freiheiten oder unsere demokratischen Prozesse gefährdet. Wir sollten nichts als gegeben hinnehmen. Nur wachsame und informierte Bürger können das angemessene Vernetzen der gigantischen industriellen und militärischen Verteidigungsmaschinerie mit unseren friedlichen Methoden und Zielen erzwingen, so dass Sicherheit und Freiheit zusammen wachsen und gedeihen können."
gab US Präsident Eisenhower in seiner Abschiedsrede 1961 zu bedenken. Der vor seiner Präsidentschaft immerhin der Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte in Europa war.


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